Dieser Import gestaltete sich komplizierter als erwartet! Anfangs war alles einfach, doch als unser Kunde auf uns zukam, rückte die 12-monatige Frist für die steuerfreie Einfuhr immer näher.
Das Auto selbst – ein Daihatsu M4 von 2008 – war völlig serienmäßig und ohne Modifikationen. Der Hauptgrund war, dass der Kunde einen steuerfreien Import wünschte, was angesichts der hohen CO₂-Emissionen sinnvoll war. Mit Steuern würde der Import über 700 Euro kosten, was für ein so kleines Auto viel ist.
Wettlauf gegen die Deadline
Der Kunde hatte – bis auf die Abmeldebescheinigung aus Deutschland – fast alle notwendigen Unterlagen beisammen.
Da sie für die Abholung des Dokuments nach Deutschland zurückreisen musste, würde dies weitere zwei Monate dauern. Sie wollte jedoch sofort mit der Zollabfertigung beginnen, um die 12-monatige Frist für steuerfreie Einfuhren einzuhalten (sie wollte ihre Familie in Deutschland besuchen und war daher nicht nur für die Abholung des Dokuments unterwegs).
Wir haben den Zollantrag gestellt, der Zoll hat jedoch erwartungsgemäß das fehlende Abmeldedokument angefordert.
Als unsere Kundin schließlich mit dem Dokument aus Deutschland zurückkehrte, gab es ein großes Problem. Das Dokument war mit dem aktuellen Datum datiert, anstatt mit dem Datum 2023, an dem sie tatsächlich nach Portugal gezogen war.
Trotz unserer vorherigen Hinweise zur Ausstellung des Dokuments stellte sich heraus, dass sie sich nie offiziell aus Deutschland abgemeldet hatte. Daher verlangte der Zoll von ihr den Nachweis eines sechsmonatigen Aufenthalts vor dem Datum des Dokuments – nicht den Nachweis ihres tatsächlichen Umzugs. Sehr kompliziert!
Verpasste Fristen und unerwartete Rückschläge
Währenddessen hatte der Zoll unserer Kundin ein Schreiben mit einer weiteren Frist zugesandt. Leider sah sie dieses erst, nachdem die Frist bereits abgelaufen war. Zu diesem Zeitpunkt war es zu spät – das Auto konnte nicht mehr zollfrei eingeführt werden.
Einen Weg nach vorne finden
Da die steuerfreie Einfuhr nicht mehr möglich war, schien der Prozess ins Stocken geraten zu sein. Die Dokumente passten nicht zusammen, und es gab keine Möglichkeit, sie zum Laufen zu bringen.
Glücklicherweise konnten wir den Vorgang auf einen Import mit Steuern umstellen. Dies erforderte ein unterschriebenes Schreiben unseres Kunden und natürlich zusätzlichen Zeitaufwand sowie die Zahlung von 700 € Steuern.
Finanzielle Schwierigkeiten und Verzögerungen
Da unser Kunde finanziell nicht auf die 700 € ISV-Steuer vorbereitet war, war die sofortige Zahlung schwierig.
Um zu helfen, leiteten wir den Prozess ein, doch der Zoll wollte erst weitermachen, nachdem die Steuer vollständig bezahlt war. Leider verlief die Kommunikation mit dem Zoll langsam, und wir warteten wochenlang auf eine Antwort.
Als sie endlich das nötige Geld für die Steuer zusammen hatte, hatte der Zoll den Fall bereits beiseitegeschoben. Er hatte keine Priorität mehr, und die Genehmigung dauerte deutlich länger als üblich.
Endergebnis
Am Ende hat alles geklappt. Wir haben es geschafft:
- Passen Sie den Prozess trotz ursprünglicher Planung an einen versteuerten Import an.
- Verteilen Sie die Zahlungen, um den finanziellen Druck zu verringern.
- Überwinden Sie Zollverzögerungen, um das Auto endlich importieren zu können.
Hätten wir etwas anders gemacht?
Mit dem heutigen Wissen wäre es schneller und einfacher gewesen, von Anfang an Steuern zu importieren. Der Prozess hätte in nur wenigen Wochen abgeschlossen sein können.
Wir wussten damals allerdings nicht, dass unsere Kundin sich nie offiziell abgemeldet hatte. Sie hatte uns mitgeteilt, dass sie lediglich das Dokument benötige. Angesichts dieser Information sind wir nach wie vor der Meinung, die richtige Entscheidung getroffen zu haben.
Wir werden jedoch künftig vorsichtiger sein und gezieltere Fragen stellen, um sicherzustellen, dass sich Kunden vor dem Versuch einer steuerfreien Einfuhr tatsächlich abgemeldet haben.
Wichtigste Erkenntnisse
- Starten Sie Ihren Importprozess frühzeitig. Warten Sie nicht bis zum Ende Ihrer 12-Monats-Frist. Fehlen Dokumente, bleibt Ihnen möglicherweise nicht genügend Zeit, das Problem zu beheben.
- Stellen Sie sicher, dass Sie in Ihrem bisherigen Land offiziell abgemeldet sind. Andernfalls kann dies den steuerfreien Importprozess völlig stören.
- Beachten Sie die Zollfristen. Wenn Sie zu lange mit dem Zusammentragen der Unterlagen brauchen, kann der Zoll eine Frist setzen – und wenn Sie diese nicht einhalten, kann dies den Verlust der Steuerbefreiung bedeuten.
- Wenn Sie die erforderlichen Dokumente nicht schnell genug vorlegen können, müssen Sie mit langen Verzögerungen rechnen. Fehlende Unterlagen können den Prozess erheblich verlängern.
![Dieser Import erwies sich als komplizierter als erwartet! Anfangs war alles einfach, doch als unser Kunde uns kontaktierte, rückte die 12-monatige Frist für die steuerfreie Einfuhr immer näher. Das Auto selbst – ein Daihatsu M4, Baujahr 2008 – war serienmäßig und ohne Modifikationen. Das Hauptproblem war, dass der Kunde eine steuerfreie Einfuhr wünschte, was angesichts […] sinnvoll war.](https://carimportportugal.com/wp-content/uploads/sites/100/Daihatsu-M4-1.jpg)