Dieser Fall war definitiv einer der komplizierteren, aber auch ein großartiges Beispiel dafür, was mit Beharrlichkeit und der richtigen Unterstützung möglich ist.
Der Kunde kontaktierte uns wegen eines Volkswagen Caddys (Baujahr 2008), der sich bereits in Portugal befand. Er hatte ihn speziell für den Import gekauft, doch als wir uns näher mit den Details befassten, wurden einige Herausforderungen deutlich.
Einige zu lösende Probleme
Beim Import eines Nutzfahrzeugs, insbesondere eines als Arbeitsfahrzeug zugelassenen, muss sich das Fahrzeug im Originalzustand befinden. In diesem Fall stießen wir auf mehrere Probleme:
- Die Trennwand (Rückwand) zwischen den Vordersitzen und dem Laderaum fehlte
- Der Transporter hatte keine europäische Typgenehmigung
- Der Lieferwagen war mit großen Aufklebern bedeckt
Jedes dieser Probleme musste gelöst werden, bevor das Fahrzeug die Inspektion bestehen konnte.
Der Teiler
Um den portugiesischen Anforderungen zu entsprechen, musste die Trennwand neu installiert werden.
Der Kunde konnte in Portugal keins finden, schaffte es aber schließlich, in den Niederlanden ein gebrauchtes Exemplar aufzutreiben. Unglaublicherweise flog er es bei einem Besuch sogar mit ins Flugzeug!
Dieses Engagement war beeindruckend, verzögerte den Prozess aber natürlich auch um mehrere Monate.
Europäische Typgenehmigung
Während die europäische Typgenehmigung für Autos bereits seit Ende der 1990er Jahre vorgeschrieben ist, wurde sie für Arbeitstransporter erst viel später zur Voraussetzung.
Leider hatte dieser Caddy von 2008 keine Typgenehmigung, was bedeutete, dass wir ein spezielles Genehmigungsverfahren bei IMT durchlaufen mussten, was den Import komplexer, langsamer und teurer machte.
Der Kunde versuchte zunächst, Kosten zu sparen, indem er sich von einem externen Volkswagen-Vertreter ein Datenblatt besorgen ließ. Es stellte sich jedoch heraus, dass es sich um das falsche Dokument handelte. Nach wochenlangen Verzögerungen bat er uns, einzugreifen und die richtigen Unterlagen zu beschaffen, was den Prozess um weitere ein bis zwei Monate verlängerte.
Überraschung: Riesige Sticker
Gerade als wir dachten, alles sei geklärt, wurden die Aufkleber zum Problem.
Der Van war komplett mit großen Vinyl-Aufklebern beklebt. Aufkleber an sich stellen zwar kein Problem dar, können aber nicht das gesamte Fahrzeug bedecken.
Wir haben mehrere Inspektoren konsultiert und die Antwort war: „Das kommt darauf an.“
Manche Prüfer sind flexibler, während andere verlangen, dass bestimmte Aufkleber entfernt werden. In diesem Fall mussten wir einige davon entfernen, um die Genehmigung zu erhalten.

Tipp: Wenn Ihr Auto Aufkleber oder Abziehbilder hat, zeigen Sie diese dem Prüfer vorab, um zu prüfen, ob sie akzeptiert werden.
Inspektion und Zoll
Nachdem alle Teile endlich an ihrem Platz waren, die Trennwand, die erforderlichen Papiere und das Problem mit den Aufklebern geklärt waren, bestand der Transporter die Inspektion und der Zollantrag konnte problemlos eingereicht werden. Von da an wurde das Auto relativ schnell genehmigt.
Wichtigste Erkenntnisse
- Der Originalzustand ist entscheidend. Bei einem Arbeitstransporter muss die Trennwand vorhanden sein. Fehlende Ausstattungsmerkmale (wie Sitze oder Werkskomponenten) müssen vor der Inspektion ersetzt werden.
- Für Transporter ist ein COC bzw. eine europäische Typgenehmigung unerlässlich. Ohne diese Genehmigung wird der Prozess länger und teurer.
- Aufkleber sind erlaubt, jedoch nur bis zu einem gewissen Grad. Große Folien müssen ggf. teilweise entfernt werden. Sprechen Sie vor dem Inspektionstag immer mit dem Prüfer.
![Dieser Fall war definitiv einer der komplizierteren, aber auch ein großartiges Beispiel dafür, was mit Beharrlichkeit und der richtigen Unterstützung möglich ist. Der Kunde kontaktierte uns wegen eines Volkswagen Caddys aus dem Jahr 2008, der sich bereits in Portugal befand. Er hatte ihn speziell für den Import gekauft, doch als wir uns mit den Details befassten, stellten sich einige Herausforderungen […]](https://carimportportugal.com/wp-content/uploads/sites/100/caddy-1.jpg)